Veranstaltungen

13. Februar 2019, 16:30 Uhr: Ausstellungseröffnung - "27. Januar 2019, Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus"

Erinnerungsplakate von Schülerinnen und Schülern des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums

Eine Sonderausstellung in der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, 13.2.-15.3.2019

Im Rahmen eines Projekts zur Erinnerungskultur haben sich die Leistungskurse Geschichte und Kunst des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums in Berlin-Lichtenrade umfassend mit der Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden auseinandergesetzt – eine Exkursion in die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz gehörte dazu.

Aus verschiedenen Ideen, zahlreichen Skizzen, Entwürfen und Überarbeitungen (unterstützt durch Lehrerinnen und Lehrer und begleitet durch das Haus der Wannsee-Konferenz) entstanden Plakate, in denen die Schülerinnen und Schüler den Holocaust facettenreich reflektieren.

„Für die immense Bedeutung des Holocaust in der Geschichte verlangt es nach einer adäquaten Umsetzung im Unterricht, die mit dem Projekt kaum besser hätte getroffen werden können“, so schreiben die Schülerinnen und Schüler. „Nachdem wir so viel gelernt und in den Gruppen erreicht haben, können wir nun nach Wochen mit Stolz auf das Projekt und die Ergebnisse zurückblicken.“

Wir laden Sie und Euch herzlich zur Ausstellungseröffnung ein!

Mittwoch, 13.2.19, 16:30 Uhr

Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz

Am Großen Wannsee 56-58, im ersten Obergeschoss


27. Februar 2019, ab 16 Uhr: Gedenken an die »Fabrik-Aktion« und den Protest in der Rosenstraße

Der Initiativkreis und die Ständige Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum laden Sie und Ihre Freunde zu der Gedenkveranstaltung am Mittwoch, den 27. Februar 2019, ein.

Am 27. Februar 1943 fand die »Fabrik-Aktion« statt, bei der Tausende Jüdinnen und Juden an ihren Zwangsarbeitsstätten verhaftet und anschließend nach Auschwitz deportiert wurden. In Berlin waren auch viele in sogenannter Mischehe Lebende darunter, die im Sammellager in der Rosenstraße 2–4, dem ehemaligen Wohlfahrtsamt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, interniert wurden. Als ihre Angehörigen erfuhren, wo sie sich befanden, versammelten sie sich vor dem Gebäude; es waren vor allem Frauen und Kinder, die dort tagelang ausharrten – bis zur Freilassung der Festgenommenen.

Am Ende der Gedenkzeremonie werden kleine Steinchen vor der Skulptur von Ingeborg Hunzinger niedergelegt. Bitte bringen auch Sie einen mit! Herzlichen Dank.

PROGRAMM

16.00 Uhr Stilles Gedenken am Mahnmal Große Hamburger Straße, Berlin-Mitte – El Male Rachamin: Kantor Simon Zkorenblut, Jüdische Gemeinde zu Berlin – Kaddisch: Rabbiner Jonah Sievers, Jüdische Gemeinde zu Berlin – Anschließend: Schweigemarsch zur Rosenstraße

16.25 Uhr Gedenkfeier vor der Skulptur von Ingeborg Hunzinger, Rosenstraße, Berlin-Mitte – Gedenkode: Kantorin Esther Hirsch, Synagoge Sukkat Schalom – Begrüßung: Prof. Dr. Johannes Tuchel, Mitglied der Ständigen Konferenz und Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand – Gedenkwort: Petra Pau, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags – Merkwort: Dr. Mario Offenberg, Israelitische Synagogen-Gemeinde (Adass Jisroel) zu Berlin – Hebräischer Gebetsgesang: Rabbinerin Gesa S. Ederberg, Jüdische Gemeinde zu Berlin – Kaddisch: Esther Hirsch, Synagoge Sukkat Schalom

Musikalische Umrahmung durch den Chor des Moses-Mendelssohn-Gymnasiums

17.00 Uhr Drei Generationen im Gespräch: Großmutter und Zeitzeugin Dr. Helga Christoph mit ihrer Tochter und ihrer Enkelin, im Instituto Cervantes, Rosenstraße 18, Berlin-Mitte

Im Instituto Cervantes stehen warme Getränke bereit.


February 28th, 2019, 6h30 p.m.: Informing the World - How the Knowledge of the Holocaust Reached the Western World

Part of the "Crimes Uncovered: The First Generation of Holocaust Researchers" exhibition series

Evidence of the crimes of the Nazis and their collaborators started to be collected early on during the Holocaust. In this lecture, Hans-Christian Jasch, director of the Memorial and Education site, House of the Wannsee Conference, will discuss some of the first attempts made to alert the world.

The first public information about the Holocaust appeared in the Western Press in autumn 1941 after the Massacre of Kamenez Podolsk in Western Ukraine and the beginning of systematic deportations from Germany to Ghettos in the East. It was mostly members of the Jewish community who - alerted by the inmates of the Ghettos - tried to attract attention to the mass atrocities which occurred in occupied Eastern Europe.

In London, two members of the Polish National Council of the Government in Exile Szmuel Artur Zygielbojm and Ignacy Schwarbart, both members of the Jewish socialist Bund party, sought to get the British public interested in the events in Eastern Europe. In Geneva, Gerhard Riegner and Richard Lichtheim tried to alert the British and the US governments as well as the Jewish Agency in Palestine via the branches of the World Jewish Congress about knowledge they gained about a plan to annihilate European Jewry.

They met with disbelief and indifference. The political reaction to the heinous crimes committed by Nazi Germany remains half-hearted with a formal condemnation only reached in December 1942. 

About the speaker: Dr. Hans-Christian Jasch is the Executive Director of the Memorial and Educational Site House of the Wannsee Conference. He authored the definitive study, published in 2012, of Wilhelm Stuckart, state secretary in the Reich Interior Ministry, and the role of the civil service in Jewish policy. He also recently co-edited "The Particpants – The Men of the Wannsee Conference" (2018).

Location: The Wiener Library for the Study of the Holocaust and Genocide, 29 Russell Square, London WC1B 5DP


Weitere Veranstaltungen zum Thema Holocaust/Shoah im Raum Berlin und Brandenburg finden Sie auf der Internetseite der Ständigen Konferenz der Leiter der NS-Orte im Berliner Raum.